Andere Länder – andere Möbel: Japan

Tatami Matte

Tatami-Matten aus Reisstroh sind gemütlich. Die Japaner schwören seit Ewigkeiten darauf. Foto: koi88/Fotolia.com

Woran denkt ihr, wenn ihr die Worte Tatami, Shoji und Zaisu hört? Vielleicht an einen neuen Food-Trend aus dem fernen Osten? Oder an Superhelden aus Manga-Comics? Beides falsch. Um was es genau geht, sagen wir euch hier.

Alle drei Worte stammen aus der traditionellen, japanischen Wohnkultur. Tatami sind Matten aus Reisstroh, die als Fußboden verwendet werden. Sie gelten als empfindlich und dürfen daher nur barfuß oder auf Socken betreten werden. Allerdings darf man sich gerne mit Schwung auf die Tatami werfen lassen, denn sie werden unter anderem im Judo als Unterlage verwendet.

Weniger geeignet für Judo sind die Shoji. Diese wurden in traditionellen Häusern als Türen, Fenster oder Raumteiler verwendet und sind sehr fragil. Sie bestehen aus einem Holzrahmen und einem fensterähnlichen Gitter, das mit Papier bespannt wird. So konnte das Tageslicht voll ausgenutzt werden, aber eine Erkältung war mit diesen „Wändchen“ programmiert.

Kommen wir zu japanischen Möbeln: Ein Zaisu ist ein Stuhl ohne Beine. Was im ersten Moment verrückt klingt, lässt sich mit dem ureigenen Sitzstil der Japaner erklären. In früheren Zeiten setzte man sich im korrekten Sitzstil (jap. Seiza) auf den Boden. Dabei saß man auf den eigenen Fersen und überkreuzte die großen Zehen. Da das selbst den Japanern zu unbequem wurde, erfanden sie den Stuhl ohne Beine um ihre geschundenen Rücken zu entlasten.

Welche Möbelstücke und Dekogegenstände sind in eurer Wohnung japanisch?

 

 

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