Die Küche von morgen geht online

Einen Kühlschrank mit integrierter Kamera hat Siemens entwickelt. Sie ist mit dem Tablet-PC verbunden, der gleich ein Rezept zum Kühlschrankinhalt parat hat. Foto: Living Kitchen 2013

Einen Kühlschrank mit integrierter Kamera hat Siemens entwickelt. Sie ist mit dem Tablet-PC verbunden, der gleich ein Rezept zum Kühlschrankinhalt parat hat. Foto: Living Kitchen 2013

Mit Tablets und Smartphones sollen sich die Küchen von morgen steuern lassen. Erste Ansätze gibt es bereits. Wir zeigen euch die wichtigsten Entwicklungen in der Smart Kitchen.

“Guten Tag, Herr Hallmackenreuter. Sie haben keine Milch mehr. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Kühlschrank” So könnte demnächst eine SMS lauten, die der Küchenbesitzer auf sein Handy geschickt bekommt. Siemens arbeitet derzeit an einem System, mit dem der Haushalt komplett vernetzt ist. Die Kühlschranküberwachung könnte beispielsweise über eine Kamera im Gerät möglich gemacht werden. Sie erkennt Lebensmittel und schließt aus den Lebensgewohnheiten der Hausbewohner, was fehlt und dringend besorgt werden sollte. Und wenn man nicht mehr zum Einkaufen kommt, schlägt einem das System Rezepte mit den Resten im Kühlschrank vor.

Weiteres Beispiel bei Siemens Connectivity: Der eingebaute Kaffeevollautomat ist per Internet mit dem Kundendienst verbunden. Bei einem Fehler am Gerät kann der Küchenbesitzer den Kundendienst über Videochat auf dem Tablet-PC erreichen. Dieser analysiert den Fehler und gibt Hilfestellung beim Beheben.

Rezepte werden auf Arbeitsfläche projeziert

So sieht die Kühlschrank-App auf dem iPad aus. Foto: Siemens

So sieht die Kühlschrank-App auf dem iPad aus. Foto: Siemens

Augmentent Reality im Haushalt, so stellt es sich Siemens vor. Lebenserleichterung an allen Ecken und Enden. Der Gänsebraten soll zum Beispiel immer gelingen. In der Küche wird das Rezept als Multi-Touch-Projektion auf die Arbeitsfläche geworfen. Dort kann der Anleitung Schritt für Schritt gefolgt werden, bis hin zu dem Punkt „Fleisch in den Backofen schieben“. Berührt der Koch diesen Befehl auf der Projektion, stellt der Ofen automatisch das richtige Garprogramm ein.

In zwei Jahren sollen die ersten Systeme in Serienreife gehen, heißt es von dem Konzern.

Das Thema Energiesparen hat sich Küchengerätehersteller Bauknecht vorgenommen. Das Unternehmen präsentiert unter dem Namen „B live“ eine mobile Hausgerätesteuerung, die eigenen Angaben zufolge Kostenersparnis mit Nachhaltigkeit kombiniert und zusätzlich ganz einfach zu bedienen ist. Die Geräte der „B live“ Serie werden über WLAN-Schnittstellen verfügen und können so ganz einfach mit dem Internet verbunden werden. Über die  App von Bauknecht sind dann jederzeit die Funktionen der einzelnen Geräte und ihr Energieverbrauch sichtbar. Das Smartphone soll auch als Fernsteuerung für die Hausgeräte genutzt werden können.

Auch hier gibt es die Kühlschrankkamera, die checkt, was noch im Kühlschrank lagert und gibt Alarm, wenn das Haltbartkeitsdatum eines Lebensmittels abgelaufen ist.

Intelligente Stromnetze nutzen

Das Bauknecht-System vernetzt ebenfalls Haushaltsgeräte über WLAN und steuert gleichzeitig die Geräte über intelligente Stromnetze. Foto: Bauknecht

Das Bauknecht-System vernetzt ebenfalls Haushaltsgeräte über WLAN und steuert gleichzeitig die Geräte über intelligente Stromnetze. Foto: Bauknecht

Durch die Kontroll- und Fernsteuerungsfunktion der intuitiv bedienbaren App soll der Verbraucher nicht nur in die Lage versetzt werden, seine Hausgeräte auch von unterwegs aus zu starten, sondern auch die Möglichkeit erhalten, die Vorteile eines intelligenten Stromnetzes zu nutzen. Die Geräte können so programmiert werden, dass sie Energie optimal nutzen. Wenn beispielsweise ein Haushalt über eine Solaranlage verfügt und innerhalb eines Tages die Waschmaschine und die Spülmaschine laufen sollen, so können die B live Geräte dank ihrer Vernetzung die so erzeugte Energie optimal nutzen und entweder nacheinander oder parallel laufen. So werden Umwelt und Haushaltskasse gleichermaßen geschont, da kein Strom zugekauft werden muss, heißt es von Bauknecht. Serienreife: Im Jahr 2015.

Wie findet ihr die Idee der vernetzten Küche?

 

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