Möbel-Handel sollte ohne Versandkosten auskommen

Ein guter Onlineshop liefert kostenlos und schlägt nicht am Ende des Bestellprozesses horrende Lieferkosten drauf. Foto: © JiSIGN - Fotolia.com

Ein guter Onlineshop liefert kostenlos und schlägt nicht am Ende des Bestellprozesses horrende Lieferkosten drauf. Foto: © JiSIGN - Fotolia.com

Immer mehr Möbelhändler verzichten auf die Erhebung von Versandkosten. Grund: Sie möchten den Bestellprozess so transparent wie möglich gestalten. Besonders bei größeren Möbelstücken macht das Sinn. Schließlich kostet der Versand einer Schrankwand oder einer Küche nicht gerade wenig. Wir sagen, worauf ihr achten müsst.

Je weniger Versandkosten, desto besser, denken sich die Kunden. Am besten kostenlos direkt vor die Haustür soll das Sofa kommen. So bietet auch moebel100.de seine Produkte seit einiger Zeit versandkostenfrei an. “Für unsere Kunde ist das ein wesentliches Kaufargument, auch wenn Konkurrenten dann bei Preissuchmaschinen vor uns stehen”, sagt Jan Schewe von moebel100.de. Ein guter Onlineshop verstecke nicht eigene Kosten in den Versandkosten und mache dadurch das Produkt am Ende des Bestellprozesses  teurer.

77 Prozent wollen kostenlose Lieferung

Und tatsächlich: Umfrage haben ergeben, dass den Kunden die Höhe der Versandkosten  ebenso wichtig ist, wie der Preis selbst. Laut einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Deutschen Post sehen 77 Prozent der Befragten eine kostenlose Lieferung als ein wesentliches Entscheidungskriterium für den Kauf bei einem Onlineshop. Ebenfalls 77 Prozent entscheiden sich nach dem besten Preis für das Produkt.

Ärgerlicher Aufschlag am Ende des Bestellprozesses

Besonders ärgerlich: Versandkosten sind nicht transparent und tauchen beim Bestellvorgang erst ganz zum Schluss auf und verteuern das Produkt auf einmal deutlich. 38 Prozent der Käufer haben daraufhin schon einmal einen Bestellprozess abgebrochen, so die Compete-Umfrage aus den USA aus dem Jahr 2009.

Immer wichtiger wird für die Unternehmen auch die Wahl des richtigen Zustelldienstes, spätestens seitdem Enthüllungsjournalist Günter Wallraff auf sittenwiedrige Löhne in der Branche hingewiesen hat. Schewe setzt bei moebel100.de ganz auf Hermes. Das Unternehmen hat sich vorgenommen, sich künftig noch aktiver um die Beschäftigungsverhältnisse der 13.000 Zusteller zu kümmern und Lohndumping auch von Hermes-Subunternehmen damit auszuschließen.

 

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4 Antworten auf Möbel-Handel sollte ohne Versandkosten auskommen

  1. Martin B. sagt:

    Toller Blog Stefan! Dankeschön!

  2. Sabrina sagt:

    Das mit den Versandkosten kann man ja auch verstehen es wird ja alles immer teurer.

  3. Frank sagt:

    Hallo,
    das sehe ich genauso. Man muss es ja auch mal so sehen: Möbel sind weitaus teurer als normale, weniger sperrige Güter und damit ist die Gewinnmarge der Unternehmen auch größer. Entsprechend ist es kleinlich, dann mit Versandgebühren zu kommen. Gott sei dank haben das einige Möbelhändler auch erkannt, wie zB Original Antike Möbel, allerdings sind in genannten Beispiel die Möbel allerdings auch recht teuer und werden persönlich angeliefert. Ich denke aber, man KANN es sch in der heutigen Zeit einfach nicht mehr leisten aufgrund von Konkurrenzdruck und auch Servicegedanken Geld fürs Liefern zahlen.

  4. Sabrina sagt:

    Viele Möbelhäuser liefern mittlerweile ohne Versandkosten aber halt auch nur bei kleiner Stückzahl und dann sind es auch noch nicht alle.

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